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Tippspiel erstellen

Tippspiel erstellen: die sechs Entscheidungen, die eure Saison prägen

Ein Tippspiel zu erstellen dauert zehn Minuten. Die Entscheidungen, die ihr dabei trefft, halten neun Monate. Dieser Leitfaden geht sie durch – ehrlich, auch wenn ihr am Ende auf einer anderen Plattform startet.

Kostenlos zum Start. Kein Konto nötig, um mitzutippen. Keine Werbung, kein Glücksspiel.

Kurz gesagt

Wer eine Tipprunde gründet, entscheidet sechs Dinge:

  1. Welche Spiele getippt werden – eine Liga reicht, 34 Spieltage sind lang.
  2. Wer mitmacht und wie viele – 8 bis 30 ist der Bereich, in dem eine Runde lebt.
  3. Das Punktesystem – der einzige Regler, der bestimmt, ob am Ende der beste Tipper gewinnt oder die Runde bis Mai spannend bleibt.
  4. Die Abgabefrist – pro Spiel bis zum Anpfiff ist die einzige Variante, die keinen Streit produziert.
  5. Wie ihr einladet – jede Hürde zwischen Link und erstem Tipp kostet euch Leute.
  6. Was passiert, wenn jemand einen Spieltag verpasst – die Antwort darauf entscheidet, ob eure Runde den Winter überlebt.

Die drei Entscheidungen, die am meisten verändern, sind Nummer 3, 4 und 6. Um die geht es unten am längsten.

Entscheidung 1: Welche Spiele tippt ihr?

Nehmt eine Liga. Eine Bundesliga-Saison hat 34 Spieltage und läuft von Ende August bis Mai – das ist für die meisten Runden schon mehr Ausdauer, als sie ahnen. Wer zusätzlich Pokal, Champions League und eine zweite Liga dazunimmt, verdoppelt nicht den Spaß, sondern die Zahl der Termine, an denen jemand vergessen kann zu tippen.

  • Eine Liga: ein fester Rhythmus, ein Wochenende pro Spieltag, jeder weiß, wann er dran ist. Der Normalfall, und für eine erste Runde fast immer richtig.
  • Liga + Pokal: der Pokal bringt Mittwochabende und K.-o.-Spiele – und damit die Frage, ob ein 1:1 nach 90 Minuten zählt oder das 2:1 nach Verlängerung.
  • Zwei Ligen: funktioniert, wenn eure Runde ohnehin beides schaut. Wenn nicht, tippt die Hälfte die zweite Liga blind mit – und blindes Tippen ist der schnellste Weg zur Langeweile.

Der wichtigste Termin steht schon fest: Der 1. Bundesliga-Spieltag beginnt am Freitag, 28. August 2026. Die Premier League startet am Freitag, 21. August 2026, die 2. Bundesliga am 7. August, die 1. Runde im DFB-Pokal läuft vom 21. bis 24. August. Wenn eure Runde zum ersten Spieltag stehen soll, ist die Woche davor die letzte, in der sich das entspannt organisieren lässt.

Entscheidung 2: Wer macht mit, und wie viele?

Acht bis dreißig Leute ist der Bereich, in dem eine Tipprunde funktioniert. Darunter fehlt die Reibung – bei fünf Leuten weiß man nach drei Spieltagen, wie es ausgeht. Darüber wird die Tabelle unübersichtlich, der Erste ist ein Fremder, und der Gruppenchat kippt von Sticheleien in Rauschen.

  • Kleine Runde (8–15), alle kennen sich aus: Ihr könnt ein System nehmen, bei dem der beste Tipper wirklich gewinnt. Niemand steigt aus, weil er den Anschluss verliert – man kennt sich.
  • Große oder gemischte Runde (20+), viele Gelegenheitstipper: Hier braucht ihr ein System, das die Hoffnung länger am Leben hält. Wer nach zehn Spieltagen 40 Punkte hinten liegt und keinen Weg zurück sieht, tippt am elften nicht mehr.

Und einer von euch ist wichtiger als alle anderen: der, der die Runde gründet. Er lädt ein, er erklärt die Regeln, er erinnert die Vergesslichen. Eine Tipprunde ohne diese Person läuft nicht – sie zerfällt. Wenn ihr das seid: alles hier ist eure Entscheidung, und niemand sonst wird sie treffen.

Entscheidung 3: Das Punktesystem

Das Punktesystem ist die einzige Entscheidung, die verändert, wer am Ende gewinnt. Alles andere entscheidet, wie bequem eure Runde läuft. Diese hier entscheidet, wem die Saison gehört.

Die klassische deutsche Form hat drei Trefferstufen:

StufeWas sie bedeutetBeispiel (Ergebnis 2:1)
Ergebnisexakt richtig getipptTipp 2:1
Tordifferenzrichtiger Sieger, richtiger AbstandTipp 3:2
Tendenzrichtiger Sieger, falscher AbstandTipp 4:1

Was ihr entscheidet, ist der Abstand zwischen der obersten und der untersten Stufe – und das ist ein größerer Hebel, als es aussieht. Bei 4/3/2 ist ein exaktes Ergebnis zwei richtige Tendenzen wert. Bei 6/2/1 sind es sechs. Im ersten Fall gewinnt, wer über 34 Spieltage am besten einschätzt, wer gewinnt. Im zweiten gewinnt, wessen exakte Tipps zufällig aufgegangen sind – und die Runde bleibt dafür bis Mai offen.

Das ist der eigentliche Tausch: Gerechtigkeit gegen Spannung. Es gibt keine richtige Antwort, es gibt nur eine, die zu eurer Runde passt.

Ausführlich, mit allen Stufen, dem Joker und dem Unentschieden-Problem: Punktesysteme im Tippspiel – und was sie wirklich mit eurer Saison machen

Entscheidung 4: Die Abgabefrist

Legt die Frist auf den Anpfiff des jeweiligen Spiels. Nicht auf Freitagabend, nicht auf „vor dem ersten Spiel des Spieltags“, nicht auf eine Uhrzeit, die jemand im Kopf haben muss. Anpfiff – für jedes Spiel einzeln.

  • Eine gemeinsame Frist vor dem ersten Spiel ist fairer in der Theorie (niemand weiß mehr als die anderen) und in der Praxis die häufigste Quelle für „Ich hab’s vergessen“ – weil die Frist mit dem Spiel nichts zu tun hat, an das man denkt.
  • Frist = Anpfiff heißt: Wer samstags um 15:20 an das 15:30-Spiel denkt, kann noch tippen. Das ist der Moment, in dem Menschen tatsächlich an Fußball denken.
  • Der Einwand ist real: Wer das Sonntagsspiel erst am Sonntag tippt, kennt schon die Ergebnisse vom Samstag. Das nützt ihm nichts – er tippt ein anderes Spiel. Es ändert seinen Tipp nicht, es ändert höchstens seine Nervosität.

Wichtig ist nur, dass die Frist hart ist und nicht von der Uhr eines Handys abhängt. Und dass verlegte Spiele mitwandern: Wird ein Spiel verschoben, verschiebt sich die Frist mit ihm. Wer das nicht sauber löst, hat irgendwann einen Spieltag, an dem jemand nach Anpfiff getippt hat – und einen Streit, der die Runde kostet.

Entscheidung 5: Wie ihr einladet

Ladet über einen Link ein, in den Chat, in dem eure Leute ohnehin schreiben – WhatsApp, Slack, Microsoft Teams. Jede zusätzliche Hürde zwischen dem Link und dem ersten Tipp kostet euch Teilnehmer, und die Hürden sind fast immer dieselben: ein Konto anlegen, eine App installieren, eine Bestätigungsmail suchen.

Was in der Praxis passiert: Ihr habt 20 Leute im Chat, 14 klicken, 9 kommen an. Die fünf, die verloren gehen, hatten keinen schlechten Tag – sie hatten einen Registrierungsdialog.

  • Ein Link, keine Suche. Niemand sollte eine Runde per Name „finden“ müssen.
  • So spät wie möglich ein Konto verlangen – im Idealfall erst, wenn jemand seinen Namen sichern will, nicht bevor er den ersten Tipp abgibt.
  • Der Link muss in der Vorschau etwas zeigen. Ein nackter Link im Gruppenchat wird überscrollt; einer mit einer Karte, die den Namen eurer Runde zeigt, wird angeklickt.
  • Wer später dazukommt, darf nicht mit Minuspunkten starten. Ein Nachzügler, der ab Spieltag 3 einsteigt, wird ab Spieltag 3 gewertet – sonst kommt er gar nicht erst.

Entscheidung 6: Was passiert, wenn jemand einen Spieltag verpasst?

Diese Frage entscheidet, ob eure Runde bis Mai lebt. Tipprunden sterben fast nie an Streit – sie sterben an einem vergessenen Spieltag. Wer einmal aussetzt, liegt zurück; wer zurückliegt, schaut seltener in die Tabelle; wer nicht in die Tabelle schaut, verpasst den nächsten Spieltag. Das ist der ganze Mechanismus.

  • Erinnerungen. Eine gute Erinnerung kommt einmal, rechtzeitig, und sagt, was zu tun ist. Eine schlechte kommt dreimal und wird weggewischt – danach ist sie für immer stumm.
  • Der Umgang mit dem verpassten Spieltag. Manche Runden werten einen fehlenden Tipp als 0 Punkte, manche vergeben einen automatischen Ersatztipp. Wichtig ist, dass ihr es vorher festlegt und einmal aussprecht. Ein Ersatztipp, den keiner kannte, fühlt sich an wie Betrug.
  • Die Streichresultate. Manche Runden streichen den schlechtesten Spieltag. Das nimmt Druck – und dem Sieger ein bisschen von seinem Verdienst. Auch das ist ein Tausch, kein Feature.

Und ein Satz, den sich jeder Gründer aufschreiben sollte: Der Spieltag, an dem die Hälfte nicht tippt, ist nicht der Spieltag, an dem eure Runde stirbt. Er ist der, an dem sie schon gestorben ist. Gestorben ist sie zwei Spieltage vorher, als drei Leute einen verpasst haben und niemand sie geholt hat.

Woran Tipprunden wirklich scheitern

Drei Dinge bringen Tipprunden um, und keines davon ist ein fehlendes Feature.

  1. Der vergessene Spieltag. Mit Abstand die Nummer eins.
  2. Die Regel, die mitten in der Saison geändert wird. Irgendwann findet jemand, dass Unentschieden mehr Punkte bringen sollten. Wenn ihr das an Spieltag 12 ändert, ändert ihr rückwirkend, wer führt – und das verzeiht euch niemand. Legt die Regeln vor dem ersten Spieltag fest und rührt sie bis Mai nicht an.
  3. Die Runde, die niemand findet. Sie liegt hinter einem Login, den drei Leute vergessen haben, in einer App, die zwei nicht installiert haben. Die Tabelle muss einen Fingertipp entfernt sein, oder sie wird nicht angeschaut.

Geld: die Frage, die spätestens im Büro kommt

Ein Tippspiel ohne Einsatz ist kein Glücksspiel – es ist ein Spiel um Ruhm und Ehre. Sobald aber Geld in einen Topf fließt, der an den Sieger ausgeschüttet wird, wird die Sache heikel, und im Büro wird sie es garantiert: Genau dort fragt irgendwann jemand aus der Personalabteilung nach.

Der einfachste Weg, sich das zu ersparen: kein Einsatz, kein Topf. Wenn eure Runde trotzdem eine Kasse führen will (der Klassiker: jeder wirft fünf Euro ein, der Sieger lädt zum Essen ein), dann führt sie neben dem Tippspiel – als Liste, nicht als Zahlungsverkehr. Wir selbst fassen kein Geld an: Unsere Tippkasse ist eine Übersicht, wer eingezahlt hat, und sonst nichts.

Mehr dazu, inklusive der Fragen, die IT und Personalabteilung stellen: Büro-Tippspiel

Womit ihr euer Tippspiel heute erstellt

Ehrlich, weil es sonst wertlos wäre: Auf tipperoo.de könnt ihr heute noch keine Tipprunde anlegen. Wir starten zur Saison 2026/27. Wenn ihr eure Runde jetzt braucht, ist Kicktipp der etablierte Weg – dort geht das heute, kostenlos, und die Anleitung dafür steht auf deren eigener Seite.

Was ihr in diesem Fall aus diesem Leitfaden mitnehmt, ist trotzdem das Wichtigste: die sechs Entscheidungen oben trefft ihr auf jeder Plattform, und die Plattform trifft sie nicht für euch.

Und wenn ihr warten könnt: Wir bauen Tipperoo für genau diese Runde – werbefrei, ohne Wettquoten, für das Handy gemacht. Wer von einer bestehenden Kicktipp-Runde umziehen will, findet hier, was mitkommt und was ehrlicherweise nicht: Kicktipp-Alternative.

Auf die Warteliste: Wir sagen euch Bescheid, sobald ihr zur Saison 2026/27 eure Runde anlegen könnt.

Bis zum Anpfiff

Die Runde kommt später. Der erste Tipp geht jetzt.

Das Saison-Orakel für die Bundesliga: Meister, Absteiger, Torschützenkönig – drei Tipps, 30 Sekunden, kein Konto. Am Ende steht eine Karte für den Chat, in dem später eure Einladung landet. Ausgewertet wird im Mai 2027.

Offen bis zum Bundesliga-Anpfiff: 28. August, 20:30 Uhr

Häufige Fragen

Wie viele Leute braucht ein Tippspiel?

Acht bis dreißig. Darunter fehlt die Spannung, darüber wird die Tabelle unpersönlich. Entscheidend ist weniger die Zahl als die Person, die einlädt und erinnert.

Welches Punktesystem soll ich nehmen?

Für eine kleine Runde, in der sich alle auskennen: ein System mit engem Abstand zwischen den Stufen (klassisch 4 Punkte fürs exakte Ergebnis, 3 für die Tordifferenz, 2 für die Tendenz) – dann gewinnt der beste Tipper. Für eine große oder gemischte Runde: ein System mit großem Abstand (etwa 6/2/1) – dann bleibt die Runde länger für alle offen, und es entscheidet mehr Glück.

Wann muss die Abgabefrist sein?

Am Anpfiff des jeweiligen Spiels. Das ist der Zeitpunkt, an dem Menschen ohnehin an das Spiel denken, und die einzige Frist, die keine Diskussion auslöst. Wichtig: Wird ein Spiel verlegt, muss die Frist mitwandern.

Zählt beim Pokal die Verlängerung?

Das entscheidet die Runde vorher, und beide Varianten sind üblich: Wertung nach 90 Minuten (dann bleibt das Unentschieden als Ergebnis möglich) oder Wertung nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Was nicht geht: die Frage erst dann zu klären, wenn das Halbfinale in die Verlängerung geht.

Kann ich bei Tipperoo heute schon eine Tipprunde erstellen?

Nein. Tipperoo startet zur Saison 2026/27. Wer heute eine Runde braucht, nutzt einen etablierten Anbieter – Kicktipp ist der bekannteste. Auf der Warteliste sagen wir euch Bescheid, sobald es losgeht.

Was kostet ein Tippspiel bei Tipperoo?

Zum Start kostenlos. Später gibt es einen optionalen Season-Pass mit Extras; die kostenlose Version bleibt dauerhaft erstklassig.

Ist ein Tippspiel Glücksspiel?

Nein, solange es keinen Einsatz und keine Auszahlung gibt. Tipperoo verwaltet kein Geld: Es gibt keine Wettquoten, keinen Einsatz und keinen Topf. Nur Ruhm und Ehre.

Können wir das im Büro machen?

Ja – und die Fragen, die dabei aufkommen (Freiwilligkeit, Datenschutz, kein Einsatz), stehen auf unserer Seite zum Büro-Tippspiel.

Tipperoowir bauen das werbefreie Tippspiel offen; im Blog könnt ihr mitlesen.

Nicht affiliiert mit der DFL, der Bundesliga oder der Premier League. Kicktipp ist eine Marke der jeweiligen Inhaber; wir stehen in keiner Verbindung zu Kicktipp. Termine und Angaben: Stand 28. Juli 2026.